Am Freitag, 27. März 2026 lädt die Literarische Gesellschaft Baselland zu einem Frühlingsanlass ein, der Spannung, Lokalkolorit und literarischen Genuss auf besondere Weise verbindet. Unter dem Titel «Auf heisser Spur» erwartet die Besucherinnen und Besucher in Liestal ein abwechslungsreicher Nachmittag und Abend: erst ein Blick hinter die Kulissen der Baselbieter Polizei, dann ein geselliges Zusammensein und schliesslich eine Lesung, die ins Basel der Jahrhundertwende entführt.
Den Auftakt bildet am Nachmittag ein Besuch im Polizeimuseum Baselland, das in der Polizeizentrale Gutsmatte untergebracht ist. Dort erhalten die Teilnehmenden im Rahmen einer Führung faszinierende Einblicke in die Geschichte der Polizei im Baselbiet. Historische Uniformen, kriminaltechnische Entwicklungen und aufsehenerregende Fälle aus der Region lassen erahnen, wie sich Polizeiarbeit im Lauf der Jahrzehnte verändert hat. Wer sich für Zeitgeschichte, Alltagskultur und kriminalistische Spurensuche interessiert, dürfte dabei voll auf seine Rechnung kommen.
Nach diesem ersten Programmpunkt geht es zu Fuss weiter zum Restaurant Farnsburg in Liestal. Bei einem Apéro bietet sich Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen, bevor der Abend in gemütlichem Rahmen mit einem gemeinsamen Essen fortgesetzt wird.
Der literarische Höhepunkt folgt um 19.30 Uhr im Säli des Restaurants Farnsburg. Dort liest die Autorin Johanna M. Rieke aus ihrem Kriminalroman «Eine Studie in Basilisken». Schon der Titel weckt Neugier. Die Geschichte führt ins Basel des Jahres 1890, wo Sherlock Holmes und Dr. Watson dem mysteriösen Tod eines englischen Reisenden nachgehen. Ihre Ermittlungen führen sie an den Rhein und zu einem Wesen, das in Basel bis heute eine besondere symbolische Rolle spielt: dem Basilisken, dem sagenumwobenen Wappentier der Stadt.
Johanna M. Rieke versteht es, Spannung mit historischem Kolorit zu verbinden. Mit feinem Gespür für Atmosphäre und einem sicheren Blick für geschichtliche Details lässt sie die Welt von Sir Arthur Conan Doyle neu aufleben. Besonders reizvoll ist dabei, wie sie Basel um 1900 literarisch gestaltet und damit der Detektivgeschichte eine unverwechselbare lokale Färbung verleiht. So entsteht ein Krimi, der nicht nur Sherlock-Holmes-Fans anspricht, sondern auch all jene, die Freude an historischen Schauplätzen und regionalen Bezügen haben.
Für die Lesung erscheint Johanna M. Rieke in einem Kostüm, das an die Mode der Belle Époque angelehnt ist. Dadurch erhält der Anlass eine zusätzliche atmosphärische Dichte und einen Hauch jener Zeit, in der auch die Handlung ihres Romans spielt. Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen, mit der Autorin ins Gespräch zu kommen und ein signiertes Exemplar des Buches zu erwerben.
Johanna M. Rieke, mit bürgerlichem Namen Johanna Stone, wurde in Norddeutschland geboren und lebt heute in Ettingen. Die Diplom-Mathematikerin ist seit ihrer Jugend eine begeisterte Leserin der Sherlock-Holmes-Geschichten. Sie ist Mitglied der renommierten «Sherlock Holmes Society of London» sowie der «Reichenbach Irregulars». Bislang hat sie sechs Bücher veröffentlicht; einige davon sind auch in englischer Sprache sowie als Hörbücher erschienen.
Der Frühlingsanlass der Literarischen Gesellschaft Baselland verspricht damit weit mehr als eine gewöhnliche Lesung. Er verbindet historische Einblicke, geselliges Beisammensein und literarische Spannung zu einem vielseitigen Erlebnis. Wer Krimis liebt, Sherlock Holmes schätzt oder sich für das historische Baselbiet interessiert, dürfte an diesem Abend manche Entdeckung machen.
Programm
Freitag, 27. März 2026
- 14.45 Uhr
Eintreffen bei der Polizeizentrale Gutsmatte
Rheinstrasse 25, Liestal - 15.00 Uhr
Führung durch das Polizeimuseum Baselland
(Teilnahme kostenlos) - 17.00 Uhr
Spaziergang zum Restaurant Farnsburg
Rheinstrasse 4, Liestal - 17.30 Uhr
Apéro - 18.00 Uhr
Abendessen im Restaurant Farnsburg
(auf eigene Kosten) - 19.30 Uhr
Lesung im Säli des Restaurants Farnsburg
Johanna M. Rieke liest aus
«Eine Studie in Basilisken»
(Eintritt frei, Kollekte) - 21.00 Uhr
Ende des Frühlingsanlasses
Teilnahme
Alle Mitglieder der Literarischen Gesellschaft Baselland, ihre Begleitpersonen sowie interessierte Gäste sind herzlich willkommen.
Auch wer nur einzelne Teile des Programms besuchen möchte, ist willkommen: Museum, Abendessen und Lesung können unabhängig voneinander besucht werden.