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Vom Wunder einer stillen Nacht

Hans Gysin (1882–1969), Bauer und Mundartdichter aus Oltingen


Bauer und Mundartdichter


Hans Gysin


1882–1969 · Oltingen

 

Literarische Gesellschaft Baselland präsentiert

Vom Wunder einer stillen Nacht

Ein literarischer Weihnachtsabend mit Hans Gysin

Zwei Weihnachtsabende führen in die Sprach- und Lebenswelt des Baselbieter Mundartdichters Hans Gysin. In Oltingen und Waldenburg begegnen sich Literatur, Mundart, Musik und die alte Weihnachtsbotschaft.


Mundart


Literatur


Orgelmusik


Weihnachtslieder


18.


Dez.


Freitag · 19.30 Uhr


Kirche St. Niklaus


Oltingen


19.


Dez.


Samstag · 19.30 Uhr


Kirche Waldenburg


Waldenburg

Weihnachten spielt sich bei Hans Gysin mitten im Leben ab: in der Sprache der Menschen, in ihrer Armut und ihrer Hoffnung, in einfachen Häusern und im bäuerlichen Alltag des Oberbaselbiets.

H

Hans Gysin – der Dichterbauer aus Oltingen

Hans Gysin wurde 1882 in Oltingen geboren und wuchs auf dem Bauerngut «Sandgrube» auf. Im Dorf kannte man ihn unter dem Namen «Metzger Hans». Dieser Dorfname führt leicht in die Irre: Hans Gysin war von Beruf Bauer.

Er schrieb über jene Welt, die er selbst kannte: über das bäuerliche Leben, die Natur, die Posamenter, den Glauben und die Menschen seiner Heimat. Seine Texte verbinden genaue Beobachtung mit feinem Humor und einer tiefen Vertrautheit mit dem Oberbaselbiet.

Hans Gysin schrieb Gedichte, Erzählungen und dramatische Szenen in Schriftsprache und Mundart. Besonders geprägt wurde sein Werk durch die unverwechselbare Mundart der Schafmattdörfer Anwil, Oltingen und Wenslingen. In ihr werden seine Figuren unmittelbar hörbar – mit ihrer Bodenständigkeit, ihren Zweifeln, ihrem Glauben und ihrer Hoffnung.

Hans Gysin gab den Menschen seiner Heimat eine literarische Stimme – in jener Sprache, in der sie lebten, arbeiteten, glaubten und erzählten.

Zwei Werke · Ein Weihnachtsabend

Weihnachten in der Welt von Hans Gysin

1
Weihnachtsgeschichte

«Wienecht i dr Choolhütte»

Hans Gysin erzählt von einer jenischen Familie, die in einer einfachen Hütte bei einer ehemaligen Köhlerei lebt. Die Frau erwartet ein Kind. Ihr Mann macht sich auf den Weg zum Dorfpfarrer und bittet ihn, das Kind zu taufen.

Schliesslich verbringt der Pfarrer gemeinsam mit seiner Frau und seinen Kindern die Heilige Nacht in der «Choolhütte». In der Begegnung verschiedener Lebenswelten wird der eigentliche Kern der Weihnachtsbotschaft spürbar.

Gelesen von Lorenz Degen

2
Szenische Lesung

«Chrippespiil»

In seinem «Chrippespiil» bringt Hans Gysin die Weihnachtsgeschichte in die Mundart der Schafmattdörfer Anwil, Oltingen und Wenslingen. Maria und Josef, Hirten und Engel erhalten durch seine Sprache eine unmittelbare, menschliche Nähe.

Das bislang ungespielte Werk wird als szenische Lesung aufgeführt. Stimmen, Blicke, Rhythmus und wenige Bewegungen lassen die Bilder in der Vorstellung des Publikums entstehen.

Mit dem Ensemble «Hyazinth»

Die Sprache und die Texte stehen im Mittelpunkt

Die Form der szenischen Lesung rückt Hans Gysins Sprache ins Zentrum. Die Mitwirkenden arbeiten mit Stimme, Blick, Rhythmus und zurückhaltender Bewegung. So entsteht ein lebendiger Abend, bei dem die literarischen Texte ihre ganze Wirkung entfalten können.

Willy Kenz gestaltet die musikalischen Übergänge an der Orgel und begleitet die gemeinsam gesungenen Weihnachtslieder. Literatur und Musik verbinden sich zu einem Abend, der die Weihnachtsbotschaft in der Sprach- und Lebenswelt des Oberbaselbiets erfahrbar macht.

Stimmen · Musik · Mundart

Die Mitwirkenden


Lesung


Lorenz Degen


«Wienecht i dr Choolhütte»


Szenische Lesung


Ensemble «Hyazinth»


Hans Gysins «Chrippespiil»


Orgel und Musik


Willy Kenz


Orgelmusik und Weihnachtslieder


Begrüssung und Ansager


Thomas Schweizer


Präsident der LGBL


Projektleitung und Regie


Hanspeter Gautschin


Initiant und Regiefassung

Wenn die Mundart der Schafmattdörfer Weihnachten erzählt

Hans Gysin bringt die Weihnachtsgeschichte in eine vertraute Welt. Seine Figuren sprechen in der Mundart der Schafmattdörfer Anwil, Oltingen und Wenslingen. Sie suchen einen Platz, begegnen einander mit offenen und verschlossenen Herzen und tragen ihre Hoffnungen durch eine kalte Winternacht.

Gerade diese Mundart schafft eine besondere Nähe. Die vertraute Geschichte von Maria und Josef, den Hirten und Engeln erhält einen Klang, der aus Gysins eigener Lebenswelt stammt. In seiner Sprache wird die Heimat hörbar – ihre Menschen, ihre Landschaft, ihr Humor und ihre Art, Geschichten weiterzugeben.

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Zwei Abende, an denen eine Baselbieter Weihnachtswelt aus Sprache, Musik und menschlicher Begegnung neu zum Leben erwacht.

Oltingen · Waldenburg

Zwei besondere Weihnachtsabende

18


Freitag

Dezember 2026


Oltingen

Kirche St. Niklaus

Beginn 19.30 Uhr

19


Samstag

Dezember 2026


Waldenburg

Kirche Waldenburg

Beginn 19.30 Uhr


Eintritt frei · Kollekte


Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hans Gysin und sein Weihnachtswerk

Entdecken Sie die Spezialwebsite

Erfahren Sie mehr über Hans Gysin, die beiden Weihnachtswerke, die Mundart der Schafmattdörfer Anwil, Oltingen und Wenslingen, die Mitwirkenden und die Entstehung des Projekts.

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Eine Veranstaltung der


Literarischen Gesellschaft Baselland